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Rerum Antiquarum Certamen 2026/27: Registrierung
Die Registrierung von Schulen für die Teilnahme am diesjährigen Durchgang des Rerum Antiquarum Certamen ist ab sofort geöffnet:
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Pressemitteilung: Stellungnahme zum Entwurf der neuen gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen
Der neue Jahrgang 11 – Reform als Sparprogramm?
Hannover, 3. September 2026
Frau Ministerin Hamburg verkauft ihren Entwurf zur Reform der gymnasialen Oberstufe als einen Gewinn an Wahlfreiheit für Schülerinnen und Schüler. Die Ankündigung aber zur Veränderung der Lehrerstundenzuweisung für Klasse 11 (Begründung VO EB Sek-II Abitur S. 2) entlarvt, dass es sich eigentlich nur um ein Einsparmodell zum Nachteil der niedersächsischen Schülerinnen und Schüler handelt: Während derzeit auch 11. Klassen, die weniger als 26 Schüler haben, mit 30 Lehrerstunden vollständig versorgt werden, sollen in Zukunft den Schulen nur noch pro 26 Elftklässlern 30 Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden, so dass der 11. Jahrgang erheblich unterfinanziert sein wird. So werden z. B. derzeit aus 84 Schülern im 11. Jahrgang einer Schule vier Klassen gebildet, die mit 120 Lehrerstunden versorgt werden. Wird diese Reform wie geplant umgesetzt, werden die gleichen 84 Elftklässler als fiktive 3,2 Klassen gerechnet und erhalten nur noch 96 Lehrerstunden. Dass dies den Spielraum der Schulen, Wahlwünsche tatsächlich anzubieten, erheblich beeinträchtigt, ist unmittelbar augenscheinlich.
Frau Ministerin Hamburg verkauft ihren Entwurf zur Reform der gymnasialen Oberstufe auch als Modernisierung: mehr Schülerorientierung, mehr individuelle Profilbildung, mehr Freiräume, mehr Flexibilität und zugleich eine „breite und vertiefte Allgemeinbildung“ (§ 2 Abs. 2 S 3 VO-SEK II-Abitur). Was sich nach einem bildungspolitischen Konsens anhört, ist ein Widerspruch. Die Reform gibt vor, zwei einander diametral entgegengesetzte Ziele zu vereinen: Allgemeinbildung und maximale Individualisierung. Allgemeinbildung bedeutet dem Begriff nach, dass ein gemeinsames Fundament an Wissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen erworben wird. Individualisierung bedeutet hingegen, dass unterschiedliche Schüler unterschiedliche Bildungswege beschreiten und in unterschiedlichen Fächern unterrichtet werden. Je stärker man das eine verwirklicht, desto weniger kann man das andere realisieren. Man kann nicht gleichzeitig das gemeinsame Fundament ausdünnen und behaupten, gerade dadurch werde die Allgemeinbildung gestärkt!
Schlussendlich soll das Versprechen „größtmögliche[r] Wahlfreiheit“ (Begründung VO EB Sek-II Abitur S. 1) vorab schon planmäßig nicht realisiert werden: Der Entwurf stellt nämlich fest, dass Schulen ihr Fächerangebot aufgrund ihrer Größe begrenzen können (und aufgrund der Lehrerstunden auch müssen!) und Schüler ausdrücklich keinen individuellen Anspruch auf ein bestimmtes Fächer- oder Kursangebot haben (§ 8 Abs. 1 S. 3 VO-SEK II-Abitur). Damit wird aus der angeblich individuellen Oberstufe eine Oberstufe, deren Individualisierung davon abhängt, wo ein Schüler zur Schule geht. Wer an einer großen Schule oder in einer Großstadt mit verschiedenen Gymnasien lernt, hat andere Möglichkeiten als jemand an einer kleinen Schule bzw. im ländlichen Raum. Die Reform verspricht individuelle Freiheit, organisiert aber Bildungsungleichheit. Wer gleiche Bildungschancen will, braucht die verbindliche Festlegung allgemeinbildender Fächer.
Aktuell lernt ein erheblicher Teil niedersächsischer Schülerinnen und Schüler am Gymnasium in der 11. Klasse drei bzw. vier Fremdsprachen. Im Gegensatz zur Suggestion, dass die Reform mehr Möglichkeiten eröffne, Fremdsprachen zu lernen, soll tatsächlich die zweite Fremdsprache vom derzeitigen Pflichtbereich in den Wahlpflichtbereich II verschoben werden, obwohl die KMK- Vereinbarung 7.3 vorsieht, dass grundsätzlich zwei Fremdsprachen in 11 gelernt werden müssen. Dadurch stünde ein Drittel der aktuell verpflichtend zu belegenden sprachlich-literarischen Bildung der Elftklässler mit Sporttheorie, unbenotetem „Vertiefungsunterricht“ oder anderen allgemeinbildenden Fächern, die nicht mehr verpflichtend belegt werden müssen, in Konkurrenz, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Fremdsprachenkurse stattfinden, äußerst gering ist.
Eine Regierung sollte die bestehende Oberstufe nicht schlechter darstellen, als sie tatsächlich ist, um die eigene Reform besser aussehen zu lassen – zumal da die jetzige Struktur der niedersächsischen Oberstufe mit der überarbeiteten Oberstufenvereinbarung der Kultusministerkonferenz hundertprozentig übereinstimmt (auch hier suggerieren die Verlautbarungen des Kultusministeriums das Gegenteil) und durch anspruchsvolle, wissenschaftspropädeutische, umfangreich allgemeinbildende Anforderungen – sprich: zwei Fremdsprachen, drei Gesellschaftswissenschaften, drei Naturwissenschaften in Jahrgang 11 – besser auf Studierfähigkeit vorbereitet als die neuen Pläne. Durchgehend zeigt sich der sehr durchsichtige Versuch, durch komplizierte Erklärungen dem Lesenden Sand in die Augen zu streuen und die Tatsache, dass allenthalben niedersächsischen Schülerinnen und Schülern nur die niedrigste Stufe des Mindeststandards angeboten werden soll, zu verschleiern.
Wahlfreiheit darf im Bildungsbereich kein Ziel an sich sein. Die entscheidende Frage lautet: Was müssen am Ende alle wissen und können, wenn sie in Niedersachsen die Allgemeine Hochschulreife erwerben? Wenn darauf keine überzeugende Antwort gegeben wird, droht aus der „Individualisierung“ vor allem eines zu werden: die Festlegung dessen, was Schülerinnen und Schüler nicht mehr gemeinsam lernen. Wenn sie sich nicht mehr gemeinsam in andere fremdsprachliche Perspektiven hineindenken, wenn sie nicht mehr gemeinsam Geschichte und Politik diskutieren, leistet das der Zersplitterung der Gesellschaft Vorschub.
Das unerfüllbare Versprechen der „Wahlfreiheit“ entpuppt sich als Verbrämung finanzieller Sparmaßnahmen und als Gegensatz zum Bildungsziel vertiefter Allgemeinbildung und allgemeiner Studierfähigkeit niedersächsischer Schülerinnen und Schüler. Das vorgebliche Ziel der Reform ist somit weder gesellschaftspolitisch wünschenswert noch finanzpolitisch erreichbar.
Christian Löhr, Vorsitzender im Niedersächsischen Altphilologenverband
Dr. Katja Sommer, Vorsitzende im Deutschen Altphilologenverband
Einladung: NAV-Landestag 2026 in Osnabrück
75 Jahre Niedersächsischer Altphilologenverband
1951 Osnabrück 2026
Deutscher Altphilologenverband Landesverband Niedersachsen
Programm zum Jubiläumslandestag des Niedersächsischen
Altphilologenverbandes mit griechischem Schwerpunkt
am 25. September 2026 in Osnabrück, Ratsgymnasium
Hans-Böckler-Straße 12, 49074 Osnabrück
09.40 Uhr Kleiner Sektempfang zum Jubiläum des NAV
10.00 Uhr Beginn des Landestages: Musikbeitrag des Ratsgymnasiums
10.05 Uhr Eröffnung der Landestagung: Grußworte, Rückblick auf 75 Jahre NAV und bildungspolitische Positionierungen
10.50 Uhr Musikbeitrag des Ratsgymnasiums
11.00 Uhr Impulsvorträge für eine nachhaltige Bildungspolitik:
Zur Zukunft zweier vergangener Sprachen: Latein und Griechisch in Niedersachsen - Dr. Marcel Humar, Humboldt-Universität zu Berlin
The digital hole oder: Humanistische Auswege aus der Höhle in Zeiten von KI - Dr. Uwe Dietsche, Gymnasium Fridericianum in Schwerin
12.30 Uhr Mittagspause & Möglichkeit zur Sondierung der Angebote der Verlage
14.00 Uhr Arbeitskreise zu unterschiedlichen Themen
15.00 Uhr Kaffeepause und Möglichkeit zum Besuch der Verlagsausstellungen
15.30 Uhr Arbeitskreise zu unterschiedlichen Themen
16.30
bis 18.30 Uhr
Alle Teilnehmenden sind herzlich zum geselligen Austausch auf dem feierlichen Jubiläums-Empfang des NAV eingeladen. Für die Ausrichtung mit kühlen Getränken und Fingerfood danken wir herzlich dem Klett-Verlag.
Beschreibung der Arbeitskreise am Nachmittag:
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14:00 AK 1 |
Christian Michelsen, Falkensee Platon Politeia: Demokratie und Idealstaat Zum Leitthema 13 sollen auf der Grundlage des in den NAV-Mitteilungen 1/2024 abgedruckten Aufsatzes zur Demokratiekritik in Platons Politeia Vorschläge für eine Auswahl zentraler Textstellen (gA und eA) vorgestellt werden. Idealstaatliche Idiopragie (gemeinsame Lektüre von 433a) versus Demokratie? Mitteilungen LXXX – 1/2024 - S. 84-101: http://mitteilungen.navonline.de/images/2024/NAV-Mitteilungen-Ausgabe-1-2024.pdf |
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14:00 AK 2 |
Prof. Dr. Peter Kuhlmann, Göttingen Cicero de finibus Ciceros Dialog diskutiert zentrale Lehren der epikureischen, stoischen, platonischen und aristotelischen Philosophenschulen in Form von Streitgesprächen. Zentral ist das rhetorische Prinzip “in utramque partem disserere”. Im Workshop werden zentrale KC- relevante Textstellen und Materialien vorgestellt und Möglichkeiten zur Aktualisierung diskutiert. |
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14:00 AK 3 |
Dirk Boberg, Hildesheim Mündliche Abiturprüfungen In der Veranstaltung wird auf Grundlage der AVO_GOBAK und der EPA Latein der rechtliche Rahmen einer P 5 – Prüfung im Fach Latein umrissen. Ausgehend von der Problematik, aber auch den Chancen einer mündlichen Prüfung sollen dann Überlegungen zur Vorbereitung und zu Prinzipien der Ausgestaltung einer solchen angestellt werden. Die Vorstellung eines Praxisbeispiels soll in ein Fachgespräch münden und den Arbeitskreis abschließen. |
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14:00 AK 4 |
Philipp Niederau, Aachen Navigium Entdecken Sie mit der Lehr- und Lernplattform NAVIGIUM digitale Lernwelten für Latein und Altgriechisch - Wortschatz, Grammatik, Textarbeit, Gamification und sinnvolle KI - praxisnah und motivierend für Ihren Unterricht. Bringen Sie bitte Ihr Tablet mit. |
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15:00 |
Kaffee-Pause |
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15:30 AK 5 |
Stefan Gieseke, Hannover Euripides, „Agamemnon“ in Aulis (LT 25) Innere Zerrissenheit, der Konflikt zwischen nach außen zur Schau getragener Stärke und innerer Schwäche, die Unzulänglichkeit, sich klar zu seiner Entscheidung zu bekennen, sowie persönlicher Ehrgeiz kennzeichnen den von Euripides gestalteten Agamemnon in dem Drama „Iphigenie in Aulis“. Dieser AK wirft einen Blick auf die menschliche Schwäche des euripideischen Agamemnon. |
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15:30 AK 6 |
Prof. Dr. Meike Rühl, Osnabrück Sallust Coniuratio Catilinae Welche Facetten von Textkompetenz lassen sich außer sprachlichen und stilistischen Eigenheiten an Sallusts Geschichtswerk schulen? |
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15:30 AK 7 |
Dr. Stefan Burmeister, Kalkriese Kalkriese als Lehrbeispiel philologischer und historischer Kontroversen Kaum eine antike Schlacht ist in den römischen Quellen so dicht beschrieben worden wie die Varusschlacht. Und dennoch stehen wir hier vor großen Verständnisschwierigkeiten. Die archäologischen Ausgrabungen in Kalkriese erschließen das Ereignis von anderer Warte aus. Der Fundort von Kalkriese als Örtlichkeit der Varusschlacht ist ein schönes Lehrbeispiel für den schwierigen Umgang mit der Ambiguität historischer Quellen. |
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15:30 AK 8 |
Philipp Niederau, Aachen Navigium Entdecken Sie mit der Lehr- und Lernplattform NAVIGIUM digitale Lernwelten für Latein und Altgriechisch - Wortschatz, Grammatik, Textarbeit, Gamification und sinnvolle KI - praxisnah und motivierend für Ihren Unterricht. Bringen Sie bitte Ihr Tablet mit. |
Hinweise:
• Anfahrt mit der Bahn: ca. 15 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof oder mit den Bussen M2 oder 16 bis zur Haltestelle Neumarkt und 5 Minuten Fußweg
• Anreise mit dem PKW: Parkhaus Ledenhof und dann über den Ausgang „OsnabrückHalle“ 5 Minuten Fußweg
• Besucher der Veranstaltung melden sich im Veranstaltungsbüro im Vorraum der Aula an. Das Veranstaltungsbüro ist ab 09.15 Uhr besetzt. Dort erhalten sie auch die Teilnahmebescheinigung.
• Für NAV-Mitglieder und Mitwirkende ist der Eintritt frei (Mitgliedsbeitrag 30,-- € pro Jahr, für Referendare ermäßigt 8,-- €). Für externe Teilnehmende als Gäste beträgt die Eintrittsgebühr 30,-- €.
• Für das Mittagessen in der Mensa der Universität werden an der Anmeldung Essensberechtigungskarten ausgegeben, die Bezahlung erfolgt individuell mit Kartenzahlung in der Mensa.
• Der feierliche Abschlussempfang zu unserem Jubiläum, den der Ernst-Klett-Verlag ausrichtet, wird bei gutem Wetter auf dem Schulhof und bei Regen in der Aula stattfinden.
Abitururkunden und Abiturgeschenke
Der Niedersächsische Altphilologenverband stellt Ihnen auch in diesem Jahr wieder Urkunden zum Download zur Verfügung, um die Jahrgangsbesten in den Fächern Latein und Griechisch auszuzeichnen.
Für sehr gute Abitur-Leistungen in den alten Sprachen erstattet der NAV seinen Mitgliedern bis zu 50 € je Fach und Schule für Buchgeschenke, die im Rahmen der Abiturfeier mit der Urkunde überreicht werden. Dabei soll der Betrag je Schüler 20 € nicht wesentlich überschreiten.
Die Rechnungen reichen Sie bitte beim Kassenwart, Christian Scharf, POSTALISCH zu seinen Händen an die Adresse des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums Hannover, Seelhorststraße 52, 30175 Hannover, zur Erstattung ein.
Abitururkunden 2026
Der Niedersächsische Altphilologenverband stellt Ihnen auch in diesem Jahr wieder Urkunden zum Download zur Verfügung, um die Jahrgangsbesten in den Fächern Latein und Griechisch auszuzeichnen:
- Urkunde Latein (f)
- Urkunde Latein (m)
- Urkunde Latein (neutral)
- Urkunde Griechisch (f)
- Urkunde Griechisch (m)
- Urkunde Griechisch (neutral)
- Urkunde Latein/Griechisch (f)
- Urkunde Latein/Griechisch (m)
- Urkunde Latein/Griechisch (neutral)
- Urkunde Griechisch/Latein (f)
- Urkunde Griechisch/Latein (m)
- Urkunde Griechisch/Latein (neutral)

Rerum Antiquarum Certamen: Schülerwettbewerb „Alte Sprachen 2026/27“
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
der Niedersächsische Altphilologenverband lädt auch in diesem Jahr wieder alle Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe dazu ein, an einem landesweiten Schülerwettbewerb in den Fächern Latein und Griechisch teilzunehmen. Auch Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges können teilnehmen.
Bei dem seit vielen Jahren mit großem Erfolg betriebenen Wettbewerb beeindrucken uns junge Menschen immer wieder damit, wie sie über die Auseinandersetzung mit altsprachlichen Texten Antworten auf Fragen unserer Zeit suchen und finden.
Wir freuen uns auf TeilnehmerInnen, die motiviert sind, ihre im Latein- und Griechischunterricht erworbenen Kenntnisse anzuwenden, in der Auseinandersetzung mit der Antike über Inhalt und sprachliche Gestalt von Texten nachzudenken sowie überlieferte Normen und Verhaltensweisen und literarische Ausdrucksformen in Beziehung zur Gegenwart zu setzen.
Dieser Schülerwettbewerb „Alte Sprachen“ ist ein vom Land geförderter Wettbewerb (vgl. EB-AVO-GOBAK 2.4). Bitte weisen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auf die Möglichkeit hin, die im Rahmen des Wettbewerbes erstellte Hausarbeit als „Besondere Lernleistung“ an die Stelle der Abiturleistung im 4. Prüfungsfach ins Abitur einzubringen. Dabei sind die Ausführungen in der AVO-GOBAK entsprechend der für die in Frage kommenden Jahrgänge jeweils gültigen Fassung zu beachten.
Darüber hinaus können von den Absolventinnen und Absolventen des Kolloquiums zwei in die Förderung eines Studiums an einer wissenschaftlichen oder technischen Hochschule durch die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen werden.
Der Wettbewerb selbst umfasst wie gewohnt drei Runden, darunter zwei schriftliche Aufgaben, die am Schulort erarbeitet werden müssen:
1.) eine Übersetzung aus dem Lateinischen oder aus dem Griechischen. Zur Übersetzung gehören auch einige Zusatzaufgaben. Hierbei ist die Benutzung eines Lexikons bzw. eines elektronischen Wörterbuchs gestattet. Die Bearbeitungszeit beträgt unter Aufsicht 200 Minuten.
Landesweit einheitlicher Klausurtermin: 3.-6. Stunde am 30. Oktober 2026!
2.) Anfertigung einer Hausarbeit (Bearbeitungszeit: 5 Wochen) über ein vom NAV gestelltes Thema. Dabei stehen mehrere Themen zur Auswahl. Voraussetzung für die Teilnahme an der Anfertigung dieser Arbeit sind mindestens 10 Punkte in der Klausur!
Landesweit einheitliche Bearbeitungszeit: 13.01. – 17.02.2027!
3.) Die zwölf Landesbesten unterziehen sich zudem einem zentralen Kolloquium (10.-12. Juni 2027). Sie werden dort ein Kurzreferat (10 Minuten) über ein frei zu wählendes Thema aus dem Bereich der Alten Sprachen halten. Eine Diskussion schließt sich an. Außerdem werden Vertreter der Studienstiftung des deutschen Volkes Einzelgespräche mit den Kolloquiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern führen.
Die Korrektur und Bewertung der Klausuren und der Hausarbeiten erfolgt in den jeweiligen Schulen (wie beim Abitur mit Referenten/Referentin und Korreferenten/Korreferentin).
Der NAV entscheidet bei der Hausarbeit über die Einstufung im Wettbewerb.
Alle, die am Wettbewerb teilnehmen und in der Klausur 10 Punkte und besser erreicht haben, erhalten eine Urkunde über ihre Beteiligung. Die Teilnehmenden am Kolloquiums erhalten Sachpreise.
Dieser Durchgang des RAC wird von Frau Schmidt-Geisler im Auftrag des NAV koordiniert.
Bei Fragen zum inhaltlichen Ablauf des RAC finden sie Antworten auch auf unserer Internetseite https://rac.navonline.de . Auf dieser Seite sind sämtliche Termine, Anmelde- und Rückgabefristen einzusehen, ebenso findet dort die Registrierung bzw. Anmeldung zum Wettbewerb statt, die im Zeitraum vom 07.09.2026 – 27.09.2026 erfolgt.
Kontakt:
OStR‘ i.R. Angelika Schmidt-Geisler
Kurzer Ging 140
31832 Springe
Tel.: 015170845159
E-Mail:
Technische Fragen (Anmeldung, Download, Rückmeldung etc.) beantwortet:
Clemens Liedtke
Telefon: 0711/41102324
Unser Dank gilt schon jetzt den teilnehmenden Schulen, besonders allen Lehrkräften der Alten Sprachen für ihr Engagement und ihre bewährte Mithilfe bei der Organisation und Durchführung des Wettbewerbes.
A. Schmidt-Geisler
(Koordinatorin des RAC im Vorstand des NAV)
Tag der Alten Sprachen an der Universität Göttingen
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler,
die Universität Göttingen lädt herzlich an den Fächern Latein, Griechisch und (Alter) Geschichte Interessierte kurz vor den Sommerferien ein.
Schnuppern Sie ein bisschen Campus-Luft an der Universität „Georgia Augusta“ in Göttingen!
Willkommen sind ganze Kurse, aber auch Schülerinnen und Schüler ohne begleitende Lehrkraft.
Webseite des Seminars für Klassischen Philologie: www.uni-goettingen.de/de/47616.html
Tag der Alten Sprachen an der Georgia Augusta in Göttingen
am 19. Juni 2026, 10.30 – 16.00 Uhr,
im Seminar für Klassische Philologie, Humboldtallee 19
Der Niedersächsische Altphilologenverband spendiert allen Teilnehmenden das Mittagessen in der Mensa.
Alle Teilnehmenden: BITTE EIGENEN BECHER/ TASSE MITBRINGEN!
Zur Übersicht über die Teilnehmerzahl bitten wir Sie, in einer kurzen Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzukündigen, mit wie vielen Schüler(innen) Sie nach Göttingen kommen!
Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Löhr (Vorsitzender des NAV)
Hannover, 20. April 2026
Programm:
10.30 - 11.45 Uhr Zentrales Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben (ZHG 103)
Information zum Studium der Alten Sprachen sowie zwei Kurzvorträge mit Bezug zu Zentralabiturthemen:
- Nadine Fröhlich: Einführung in das Studium des Lateinischen und Griechischen
- H. G. Nesselrath: "Allmachtsphantasien eines Autokraten: Xerxes und "sein" Perserkrieg bei Herodot"
- P. Kuhlmann: Ovids Metamorphosen: Mythen, Verwandlungen und viel mehr ...
Gelegenheit zur Nachfragen bei den Experten!!
11.45 - 12.45 Uhr Mittagspause mit Essensmöglichkeit in der Mensa (bezahlt vom NAV)
13.00 - 14.00 Uhr (KWZ am Institut für Klassische Philologie) Workshops:
- Christiane Meinhold / Jasper Staege: Schreiben auf Erde, Lesen aus den Sternen - Die erste Schriftkultur unserer Geschichte (Arbeitstitel)
- Johannes Wegener: „Geld regiert die antike Welt“: Alte Sprachen auf antiken Münzen
- Dr. Alexander Schulz: Latein lebt auch nach der Antike fort: Einblicke ins Mittel- und Neulatein
- Dr. Vinko Hinz: Schnelle Liebe auf Papyrus
- Sören Lipphardt: Latein mal andersrum: Wie man Texte und Aufgaben für den Lateinunterricht erstellt
- Charlotte Schubert / Anna Wiegand: Was machen antike Götter und warum?
- Ida Hueske / Yannick Widdel: Gab es Vegetarier in der Antike? Kritik am Verzehr von Fleisch in Ovids Metamorphosen. Einblicke in ein studentisches Tutorium
- Y-Lab / Dr. Gilbert Heß: Projekte des Göttinger Schülerlabors für die Alten Sprachen (Arbeitstitel)
Seminarräume nach Absprache: KWZ 2.601, KWZ 0.601, VG 1.102, VG 1.106, VG 2.102, 0.376 (Dr. Hinz 13 – 15 Uhr ), 2.121
ab 14.00 Uhr Kaffeetrinken und Austausch mit Studierenden im Seminargarten
14.30 Uhr für Interessierte eine Führung durch die Seminarbibliothek
14.30 Uhr und evtl. auch 15.30 Uhr: Führungen durch die Abgusssammlung im nahe gelegenen Archäologischen Institut, Nikolausberger Weg 15, 37073 Göttingen
Die Sammlung der Gipsabgüsse antiker griechischer und römischer Statuen/ Reliefs/ Büsten etc. ist mit nahezu 2000 Objekten eine der größten Einrichtungen ihrer Art. Bereits 1765 begonnen, ist sie weltweit die älteste universitäre Abguss-Sammlung. Seit 2004 sind ihre Bestände online abrufbar im “Virtuellen Antikenmuseum” (VIAMUS).
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