Einladung

zum

Landestag des Niedersächsischen Altphilologenverbandes

- Latinistentag -

13. November 2015

Wilhelm-Gymnasium, Braunschweig

Programm

Die Eröffnungsveranstaltung und der Vortrag finden im Lichthof des Städtischen Museums Braunschweig, Steintorwall 14, statt.

10.10 Uhr Musikbeitrag des Wilhelm-Gymnasiums
10.15 Uhr Eröffnung der Landestagung durch den Vorsitzenden des NAV,

StD Stefan Gieseke

10.35 Uhr

Begrüßung und Grußworte                       

  • Frau Dr. Cecilie Hollberg, Direktorin des Städtischen Museums
  • Herr OStD Gerhard Thamm van Balen, Schulleiter des Wilhelm-Gymnasiums
  • Herr MR Andreas Stein, Niedersächsisches Kultusministerium
  • Herr StR Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen

 11.00 Uhr

Ehrung des langjährigen Vorsitzenden des Niedersächsischen Altphilologenverbandes, Herrn StD Burghard Gieseler

 11.10 Uhr Musikbeitrag des Wilhelm-Gymnasiums
 11.15 Uhr „Vom Kampf um die Freiheit. Demosthenes' und Ciceros 'Philippische Reden'“, Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, Freiburg    
Nach der Eröffnung wird der Landestag in der Außenstelle des Wilhelm-Gymnasiums, Leonhardstraße 12, fortgesetzt.
 12.30 Uhr Mittagspause & Möglichkeit zur Sondierung der Angebote der Verlage
 14.00 Uhr Arbeitskreise I
 14.45 Uhr Kaffeepause
 15.00 Uhr Arbeitskreise II
 15.45 Uhr Kaffeepause
 16.00 Uhr Arbeitskreise III
 16.45 Uhr Abschlussplenum
17.00 Uhr Ende des Landestages

 

INFORMATION: Alle Besucher des Latinistentags sich nach der Auftaktveranstaltung des Latinistentages im Veranstaltungsbüro (im Eingangsbereich der Außenstelle des Wilhelm-Gymnasiums, Leonhardstraße 12 anmelden.) anmelden. Für NAV-Mitglieder und Mitwirkende ist der Eintritt selbstverständlich frei. Für Nicht-Mitglieder beträgt der Eintritt 25,- EUR.  Im Veranstaltungsbüro im erhalten Sie auch die Teilnahmebescheinigung.

Aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 6.4.2017:

Sprachen HAZ 6.4.2017

Gemeinsame Presseerklärung der niedersächsischen Fremdsprachenverbände 

Niedersächsische Fremdsprachenverbände sprechen sich gegen die Abwahlmöglichkeit von Englisch bzw. der zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase am Gymnasium aus.

Bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen am vergangenen Freitag in Hannover brachten die Vorsitzenden der vier niedersächsischen Fremdsprachenverbände (FMS, NAV, DSV, VdF) ihre Sorge zum Ausdruck, dass Niedersachsen durch seine neue Oberstufenverordnung (VO-GO) seinen Schülerinnen und Schülern die Tür nach Europa versperre. In der VO-GO § 8.3 ist vorgesehen, dass Gymnasien durch Schulvorstandsentscheidung Schülern ermöglichen können, eine ihrer beiden Pflichtfremdsprachen zugunsten eines Wahlpflichtangebotes in der Jahrgangsstufe 11 aufzugeben.

Dadurch steht zu befürchten, dass den Sprachfächern in der gymnasialen Oberstufe in großem Umfang Schüler entzogen werden und kaum noch Sprachkurse außer Englisch eingerichtet werden können. Aber gerade in der heutigen globalen Berufswelt sind Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz wichtige Voraussetzungen.

Die Fremdsprachenverbände beklagen auch eine massive Einschränkung der Wahlfreiheit für die Schüler. Denn wer nach Klasse 10 eine der beiden Fremdsprachen abgewählt hat, kann in den Schuljahren 12 und 13 nicht mehr den sprachlichen Schwerpunkt wählen und muss auch im gesellschaftswissenschaftlichen sowie im sportlichen Schwerpunkt eine seiner Belegverpflichtungen statt mit einer zweiten Fremdsprache mit einer zweiten Naturwissenschaft erfüllen. Ohne dass den Schülern bewusst ist, wie die Oberstufe organisiert ist, werden sie möglicherweise noch vor der Einführungsphase durch die vorschnelle Abwahl einer Fremdsprache der Chance beraubt, später einmal das Oberstufenprofil zu wählen, was für sie am besten geeignet ist.

In vielen Kollegien in Niedersachsen ist die Diskussion über die Gestaltung der Einführungsphase bereits im vollen Gange, obwohl eigentlich nach Regelfall gar keine Entscheidung zu treffen ist bzw. diese nicht im laufenden Schuljahr, sondern erst bis zum Ende des nächsten getroffen werden muss. Viele Schulen haben schon ein Meinungsbild in den Kollegien erstellt, ohne dass die Kolleginnen und Kollegen über die Tragweite der Entscheidungen informiert worden wären: So gibt es für die alternativen Wahlpflichtkurse gar keine Curricula; auch fehlt es an Konzepten, welche der Sprachen im Oberstufenangebot der Schulen fortgeführt werden, wenn viele Schüler künftig entweder Englisch, Latein, Spanisch oder Französisch abwählen. Es entstehen kleine Kurse, für die gar keine Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden können. Es ist zu befürchten, dass das Angebot der fortgeführten Fremdsprachen großen Einschränkungen unterliegen wird.

In ihrer Erklärung appellieren die Fremdsprachenverbände an die Schulleitungen, den Regelfall nicht außer Kraft zu setzen und ihren Schülern für die Oberstufenprofile alle Wahlmöglichkeiten offen zu halten. Eltern und Schüler sollten künftig bei der Auswahl ihres Gymnasiums nur diejenigen in die engere Wahl ziehen, die auch in der Oberstufe ein breites Sprachangebot garantieren. Denn Sprachen machen zukunftsfähig.

Hannover, 28.3.2017

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Vor knapp einem Jahr wurde bei der Novellierung der VO-GO kontrovers die Ausgestaltung des § 8 diskutiert. Gegen die Pläne der Landesregierung, die in § 8 Abs. 2 festgeschriebenen Verpflichtung zu einer zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase abzuschaffen, gab es heftige Proteste aller Fremdsprachenverbände. Schließlich wurde  in der VO-GO vom 12.8.2016 durch die Aufnahme des § 8.3 ein Kompromiss gefunden, der dem Wunsch der Gesamtschulvertretung nach einer Reduzierung der Fremdsprachenverpflichtung und der Wahrung auch der gymnasialen Interessen hätte Rechnung tragen können, zumal in § 8 Abs. 2 der Regelfall im Sinne der KMK-Vereinbarungen beschrieben wird.

Die grundsätzlichen Argumente, die gegen die Aufhebung der Verpflichtung zu einer zweiten Fremdsprache im Jahrgang 11 sprechen, sind hinlänglich bekannt und sollten an sich schon dazu führen, die Einführungsphase im Sinne von § 8 Abs. 2 zu organisieren.

Nun ist an vielen Gymnasien derzeit allerdings zu beobachten, dass die in § 8 Abs. 3 formulierte Ausnahmeregelung, ein alternativ zur zweiten Fremdsprache einzurichtendes Wahlpflichtangebot, zum Regelfall werden soll.

Da mit der Abwahl der zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase für Schülerinnen und Schüler in der Qualifikationsphase der sprachliche Schwerpunkt nicht mehr wählbar sein wird, und auch der gesellschaftliche und das sportliche Schwerpunkt nur noch mit Einschränkungen wählbar sind, rufen wir alle unsere Mitglieder auf, sich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Fremdsprachen gegen eine Abschaffung der zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase zu positionieren. Hier stellen wir Ihnen eine Argumentationshilfe zur Verfügung: 

 » Die Einführungsphase in G 9, Fremdsprachenbelegungsverpflichtung nach VO-GO, § 8: Fakten, Informationen und Argumentationshilfen