Die Arbeitskreise sind frei wählbar. Raumhinweise erhalten Sie bei der Anmeldung im Veranstaltungsbüro.

 

14:00 – 14:45

 

1

Dirk Boberg

Neuerungen in den Latein-KC der Sek.I und Sek.II
Im Rahmen der Umstellung von G8 auf G9 wurden die Kerncurricula für das Unterrichtsfach Latein in den Schuljahrgängen 5 – 10 des Gymnasiums und für die gymnasiale  Oberstufe weiterentwickelt: Die Arbeit am KC I ist hierbei abgeschlossen, während das KC II seit August in der Anhörfassung vorliegt.
In diesem Arbeitskreis werden die Kolleginnen und Kollegen über die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem alten KC I informiert sowie über den derzeitigen Stand der Arbeit am KC II unterrichtet.

2

Dan Drescher

Arbeit mit dem Lexikon
Das Arbeiten mit einem Wörterbuch ist ein fester Bestandteil des Unterrichts in den Alten Sprachen. Für Latein als Zweite Fremdsprache sind mit dem neuen KC seine Nutzung ab Jahrgang 10 sowie die Einführung spätestens in Jahrgang 9 verpflichtend. Ab Jahrgang 7 darf es eingeführt, ab Jahrgang 9 in Klassenarbeiten benutzt werden.
Im Arbeitskreis zum Arbeiten mit dem Wörterbuch sollen – mit Impulsen und Diskussionen – folgende Fragenkomplexe thematisiert, d.h. auch problematisiert werden: Welche Möglichkeiten bieten die Vorgaben? Welche didaktischen Aspekte spielen in der Einführung und beim Arbeiten mit dem Wörterbuch eine Rolle? Welches Material steht zur Verfügung?
Wer das entsprechende AU-Heft noch nicht kennt und vorbereitende Anregungen sucht, könnte das AU-Heft 6/2009 zum „Arbeiten mit dem Wörterbuch“ in die Hand nehmen.

3

Dr. Matthias Hengelbrock

Aspekte von Zeit und Freizeit in Senecas Briefen
Nach einer kritischen Sichtung der KC-Vorgaben zum Leitthema „Umgang mit der Zeit und der Freizeit“ wird erstens eine exemplarische Lektüreauswahl vorgestellt, anhand deren die geforderten Kultur- und Textkompetenzen erworben werden können. Zweitens werden methodische Fragen bezüglich des Erwerbs der autorenspezifischen Sprachkompetenzen erörtert. Drittens geht es um eine Einbettung des Leitthemas in Senecas Philosophie.
Dr. Matthias Hengelbrock ist Leiter der NAV-Bezirksgruppe Oldenburg-Mitte und Geschichtsfachberater bei der Landesschulbehörde. Zu dem Leitthema 4 des bisherigen KC bereitet er gerade eine neue Textausgabe vor, die ausdrücklich auch für den Lateinunterricht der Einführungsphase geeignet sein soll.

4

Dr. Henning Horstmann

Lateinischsprachige Filme zur Förderung des Sprachverstehens? Die TV-Dokumentation Experimentum Romanum im LU
In dem Arbeitskreis wird erörtert, welchen Platz Hör(seh)verstehen im LU haben kann und wo Chancen und Grenzen liegen. Konkret wird dabei auch die TV-Dokumentation "Experimentum Romanum" vorgestellt, zu der Schulklassen einen Workshop am geisteswissenschaftlichen Schülerlabor der Universität Göttingen (YLAB) besuchen können.

5

Ulf Jesper

Sprachbildung im Lateinunterricht –
Impulse für die Praxis
Sprachbildung gehört seit jeher zum Fach Latein, und zwar in einem bedeutenden Maße. Lag der Akzent bislang eher auf der Seite des Lateinischen, so findet seit einiger Zeit das Deutsche starke Beachtung: Mehr denn je wird das Fach Latein zum Partner des Deutschunterrichts. Das sprachbildende Arbeiten im Lateinunterricht betrifft zwar generell das gesamte Spektrum möglicher Leistungen, also auch die Stilbildung, doch nimmt die Arbeit am grundlegenden Sprachaufbau merklich zu. Im Arbeitskreis soll genau dieser Aspekt in den Mittelpunkt gerückt werden. Dazu wird ein Unterrichtsverfahren vorgestellt, das sich im Alltag schon vielfach bewährt hat, auch bei der Integration von Flüchtlingskindern.

6

Eckehard Kruse

Kompetenzorientierte Klassenarbeiten - Neue Wege in der Leistungsmessung
Denn wir wissen nicht (wirklich), was sie können.
Kennen Sie das? Ein Schüler hat in einer Klassenarbeit einen ganzen Satz falsch übersetzt und Sie fragen sich, ob es für ihn besser gelaufen wäre, wenn er die Bedeutung des Prädikats gewusst hätte. Was messen wir mit der Übersetzung? Wortschatzbeherrschung oder Übersetzungskompetenz?
Die Leistungsmessung im Fach Latein hat sich seit Jahrzehnten nicht wesentlich verändert, obwohl sich die Schülerinnen und Schüler und die schulischen Rahmenbedingungen erheblich verändert haben. Auch die Kompetenzorientierung ist nahezu spurlos an der Leistungsmessung vorbeigegangen. Das Problem haben die Kolleginnen und Kollegen, die mit der Bewertung der Arbeiten den Schwarzen Peter haben.
In dem Workshop wollen wir gemeinsam überlegen, ob das (wirklich) so sein muss.

7

Anna-Charlotte
Vehling

Legenda aurea
Im neunten Jahrgang wird in der Regel die Arbeit mit dem Lehrbuch abgeschlossen, die wichtigsten grammatischen Phänomene sind eingeführt, einen Grundwortschatz haben die Schülerinnen und Schüler sich erarbeitet.
Eigentlich die optimalen Voraussetzungen, die lateinische Sprache richtig genießen zu können. Trotzdem ist bei vielen Schülerinnen und Schülern im neunten Jahrgang die Motivation, sich für das Fach Latein zu engagieren sehr gering bis nicht vorhanden. Der Ausstieg aus dem Lehrbuch und der Übergang zur Lektüre ist also die große Chance, die Schülerinnen und Schülern wieder für das Fach Latein zu begeistern. Nur welche Lektüre eignet sich, um einerseits die Lektürearbeit mit den verschiedenen neuen Anforderung einzuführen, andererseits den bekannten Wortschatz umzuwälzen und morphosyntaktische Phänomene zu wiederholen und zu festigen und dabei auch noch die Begeisterung für Latein wieder zu entfachen?
Nicht zu verachten sind aufgrund ihrer relativ einfachen Lesbarkeit mittelalterliche Texte. So auch die legenda aurea von Jacobus de Voragine. In vom Umfang her relativ überschaubaren Geschichten erzählt er Geschichten über das Leben und das Wirken verschiedener Heiliger. Dabei ist er stets auf die Unterhaltung seiner Leser bedacht. Die religiösen Belehrungen, die Jacobus quasi nebenher vermitteln möchte, erzeugen bei den Schülerinnen und Schülern Befremden, welches zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Textinhalten führt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit hochaktuellen teilweise philosophischen Fragen und Entscheidungen auseinander: Darf man das Wohl eines einzelnen geliebten Menschen über das Wohl vieler Menschen stellen? Wie kann man leben, wenn man den Tod von Menschen verschuldet hat? Wie kann man auch in Elend und Armut tugendhaft leben? Sollte man auch unter Folter und Todesdrohung auf seinem Standpunkt beharren?
Im Arbeitskreis sollen zwei Legenden vorgestellt werden, anschließend ein Ausblick auf andere Legenden gegeben werden und abschließend das Werk und seine Eignung als Übergangslektüre diskutiert werden.

 

 

15:00 – 15:45

 

8

Eckehard Kruse

Kompetenzorientierte Klassenarbeiten - Neue Wege in der Leistungsmessung
(s.o.)

9

Christian Löhr

Placetne cum discipulis Latine loqui?
Loquamur Latine? In institutione scholastica? Estne operae pretium?
Was sich im Anfangsunterricht leicht realisieren lässt, findet später immer weniger Raum.       Quaestio: Quod nomen tibi est?/ Quis tu es? - Responsum: Mihi nomen est.../ Ego sum...
Nach der Vorstellung nützlicher Unterrichtsmaterialien für Schüler zum Lateinsprechen sollen im Gespräch Erfahrungen und Impulse ausgetauscht werden, wie es gelingen kann, den Schülern Latein auch als lebendige und dereinst im Alltag gesprochene Sprache zu vermitteln. Als Schwerpunkt bietet sich zunächst der Unterricht in den ersten Lehrbuchjahren an.

10

Dr. Michael Lobe

Der Ovid der Amores - Liebesdichter oder Zeitenrichter?
Die Amores sind Ovids Erstlingswerk, das der Nachwelt in einer späteren, vom Autor überarbeiteten zweiten Fassung vorliegt. Der Vortrag geht der Frage nach, ob sich in der Fiktion der elegischen Konstellationen gleichwohl autobiographische Residuen aufspüren lassen, die eine Aussage über Ovids Haltung zur früh-augusteischen Politik und Gesellschaft zulassen.

11

Jens Pühn

Möglichkeiten für Griechisch an Schulen ohne Griechisch
In diesem AK soll es um die Möglichkeiten für Griechisch-Angebote an Schulen gehen, die diese Sprache nicht als ein reguläres, benotetes Fach (Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfremdsprache) anbieten.
Ausgehend von Erfahrungen an einem Gymnasium in einer überschaubar großen Stadt ohne humanistische Tradition werden die Formen
Arbeitsgemeinschaft (an Schulen mit und ohne Ganztagsbetrieb),
Begabtenförderung, Projektwoche
und die Möglichkeiten und Grenzen ihres Einsatzes eingehend besprochen. Andere wie Seminarfach, langfristige Projekte, Studienreisen/Exkursionen und Ungewöhnliches können - auch aus Erfahrungen der Teilnehmer/innen - ergänzt und diskutiert werden.
Wesentliches Ziel all dieser Angebote sollte es sein, die griechische Sprache und Kultur als ein zentrales Element europäischer Kultur erfahrbar zu machen. Wenn darüber hinaus Einzelne die Beschäftigung vertiefen und den Weg Richtung Graecum gehen möchten, wäre das ein erfreulicher Nebeneffekt.
Einige verwendete Lernmaterialien werden vorgestellt, wer will, mag eigene Materialien ebenfalls mitbringen.
Abschließend wird noch ein Blick auf die Rolle von Schulleitungen und Personalpolitik an Gymnasien geworfen werden.

12

Wieland Richter

Den Römern begegnen: Konzept für eine Mini-Studienfahrt nach Trier mit Lateinlernern der Sek. I
Trier als von den Römern um das Jahr 17 v. Chr. gegründete Siedlung bietet mit seinen Baudenkmälern aus der römischen Kaiserzeit und mit den Exponaten des Landesmuseums vielfältige Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, auch während einer kurzen Exkursion das Leben und die Kultur der Römer durch unmittelbare Anschauung genauer zu erfahren. Diese Chance sollte – gerade mit Blick auf Austauschfahrten u. ä. in den modernen Fremdsprachen – genutzt werden, um die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu steigern.  

13

Frau Abraham

Angebote des Museum August Kestner, Hannover, für Lateinschüler
Das Museum August Kestner bietet seit vielen Jahren Museumsgespräche und Workshops für Lateinklassen in der römischen und griechischen Sammlung des Museums an.
Schwerpunktmäßig behandeln die Gespräche den Alltag im antiken Rom, da die Objektlage zu diesem Thema vielfältig ist. Stefanie Abraham, freie Mitarbeiterin am Museum August Kestner, stellt die vielfältigen Themen, Angebote und Workshops vor und gibt Einblicke in die Sammlung des Museums.

14

Dr. Frank Wittchow

Die Adelphoe des Terenz in Sekundarstufe I
Die Komödien des Terenz thematisieren Vater-Sohn-Konflikte in der mediterranen Welt. Sie eignen sich deshalb besonders gut als Unterrichtsstoff während der Lektürephase des KC I, in der gerade männliche Jugendliche zur Auseinandersetzung mit Literatur im Allgemeinen und dem Übersetzen lateinischer Texte im Besonderen etwas schwer zu motivieren sind. Die römische Komödie ist aber auch der Nukleus der lateinischen Dichtung überhaupt. In dem Arbeitskreis sollen die Adelphoe vorgestellt, konkrete methodische Hinweise zum Unterricht gegeben und gleichzeitig auf die Schlüsselstellung der Komödie für Motive der späteren Liebeselegie  (Vorbereitung Oberstufe) hingewiesen werden. 

15

Dr. Matthias Hengelbrock

Aspekte von Zeit und Freizeit in Senecas Briefen
(s.o.)

 

 

16:00 - 16:45

 

16

Dr. Ulrike Bethlehem

Latine loqui und dessen Funktion für das Textverstehen
Was liest Du gerade in Latein? Welche Frage! Wir lesen nicht, wir dekodieren und rekodieren. Und wir tun dies sehr bewusst und nicht ohne Stolz auf die Systematik der ‚Reflexionssprache Latein‘. Lateinsprechen zeigt hier eine Abkürzung, die auszuprobieren sich lohnt: es nutzt angeborene Prozesse zum Spracherwerb, hohe Wiederholungsfrequenzen in mündlicher und schriftlicher Textproduktion und multiple Kollokationen für eine höhere aktive Sprachkompetenz und ein flüssigeres Lesen. Mut zum Mitmachen ist gefragt!

17

Dr. Anne Glock

Inschriften im Lateinunterricht
Die Referentin war von 2005 bis 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Corpus Inscriptionum Latinarum an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und hat dort auch Workshops für Schülerinnen und Schüler durchgeführt.

18

Clemens Liedtke

Gesprächskreis „Mythologia“: Vokabeltraining mit der Mythologia-App
Das Griechisch-Lehrwerk "Mythologia" wurde vor zehn Jahren für den in Niedersachsen im Jahrgang 7 beginnenden Griechischunterricht von einer Arbeitsgruppe des Niedersächsischen Altphilologenverbandes konzipiert und ist seitdem ein gerne verwendetes Lehrwerk - auch über die Landesgrenzen hinaus. Nun wird die Mythologia durch einen Vokabeltrainer ergänzt, der als App angeboten wird. Die Anlage und der Umgang mit dieser App werden in diesem Arbeitskreis vorgestellt.

19

Dr. Michael Lobe

Der Ovid der Amores - Liebesdichter oder Zeitenrichter?
Die Amores sind Ovids Erstlingswerk, das der Nachwelt in einer späteren, vom Autor überarbeiteten zweiten Fassung vorliegt. Der Vortrag geht der Frage nach, ob sich in der Fiktion der elegischen Konstellationen gleichwohl autobiographische Residuen aufspüren lassen, die eine Aussage über Ovids Haltung zur früh-augusteischen Politik und Gesellschaft zulassen.

20

Wieland Richter

Mündliche Abiturprüfungen
Mündliche Abiturprüfungen stellen sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrerinnen und Lehrer häufig besondere Stresssituationen dar. Die Schülerinnen und Schüler sollen in der knappen zur Verfügung stehenden Zeit ihre Kenntnisse und ihr Verständnis von Inhalten und Zusammenhängen nachweisen – dies nach einer Vorbereitungszeit, die weniger als der Hälfte der gewohnten, in Klausuren zur Verfügung stehenden Bearbeitungszeit entspricht. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen situationsadäquat und adressatenspezifisch präzise und dennoch offene Fragen stellen bzw. Impulse setzen und schon bei einer von Missverständnissen beeinträchtigten Übersetzung Hilfestellungen geben.
In dem Arbeitskreis sollen auf der Grundlage der Bestimmungen anhand von Beispielen einige Anregungen zur besseren Handhabung dieser Prüfungssituation gegeben werden.

21

Frau Böttcher

Angebote des Museums August Kestner, Hannover, zur Sonderausstellung „Kommunikation“ (26.10.2017 - 9.9.2018) für Lateinschüler
Im Unterricht erleben Schüler Latein als eine Form der Kommunikation, die nur schriftlich und immer nur in eine Richtung möglich ist. Und nur selten kommt die Frage auf, wie es denn eigentlich wäre, wenn man seine eigenen Ideen auf Latein mitteilen oder spontane Gegenfragen stellen könnte.
In diesem Arbeitskreis wird ein MAK-Workshop vorgestellt, in dem Schülerinnen und Schüler genau dies unter Anleitung von Eltje Böttcher ausprobieren werden. Nach ersten einführenden Gesprächsübungen probiert sich die Schülergruppe in den Ausstellungsräumen an Bildbeschreibungen zu verschiedenen Mythen. Der Latine-Loqui-Workshop ist komplett immersiv gestaltet und verzichtet möglichst vollständig auf Übersetzungen oder schriftliche Elemente. Das Angebot ist geeignet für Lerngruppen ab dem Ende des ersten Lehrjahrs.

22

Dr. Katja Sommer

Caesar und die Götter - Die religiöse Komponente römischer Politik
„An der Leichenrede auf Caesar scheint bemerkenswert, mit welcher Eindringlichkeit der Redner, Marcus Antonius, dessen Rolle als pontifex maximus betont. Bei der Aufzählung der Ämter und Würden des Ermordeten nennt Antonius den Oberpontifikat vor dem Consul-, Imperatoren- und Dictatorentitel Caesars (Cass. Dio 44, 48, 3).“ Ausgehend von dieser Feststellung Ruth Steppers soll in diesem Arbeitskreis der Frage nachgegangen werden, welche Rolle die religiöse Dimension in der Herrschaftskonzeption resp. -legitimation Caesars spielte.

landestag 2017 teaser 1

Programm: 15. September 2017

10.15 Uhr  

Musikbeitrag des Ernestinums

10.20 Uhr  

Eröffnung der Landestagung durch den Vorsitzenden des NAV, Hr. Stefan Gieseke

10.35 Uhr  

Begrüßung und Grußworte Hr. Johannes Habekost, Schulleiter und Gastgeber
Hr. LRSD Dr. Christian Stock für das Kultusministerium und die Landesschulbehörden
Hr. Klaus Wiswe, Landrat Kreis Celle
Hr. Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen
Hr. Pastor Schmidt-Seffers, Superintendentur des ev.-luth. Kirchenkreises Celle

11.15 Uhr  

Musikbeitrag des  Gymnasiums Ernestinums

11.30 Uhr  

„Ad fontes - zu den Fakten...Der Beitrag der Reformation zur Etablierung flächendeckender wissenschaftspropädeutischer Bildung“ 

Prof. Dr. Dr. Johannes Schilling, Kiel             

12.30 Uhr  

Mittagspause & Möglichkeit zur Sondierung der Angebote der Verlage

14.00 Uhr  

Arbeitskreise I

14.45 Uhr  

Kaffeepause

15.00 Uhr  

Arbeitskreise II

15.45 Uhr  

Kaffeepause

16.00 Uhr  

Arbeitskreise III

16.45 Uhr  

Ende des Landestages

 

» Arbeitskreise

» Wichtige Hinweise

landestag 2018 teaser 1

Programm

des Landestages 2018
mit Schwerpunkt „Griechisch“
14. September 2018
Altes Gymnasium Oldenburg


10.15 Uhr Musikbeitrag des Alten Gymnasiums Oldenburg
10.20 Uhr   Eröffnung der Landestagung durch den Vorsitzenden des NAV, StD Stefan Gieseke
10.30 Uhr Begrüßung und Grußworte
11.10 Uhr Musikbeitrag des Alten Gymnasiums Oldenburg
11.20 Uhr

„Zurück zu Voß? – Möglichkeiten und Grenzen der Versübersetzung
am Beispiel der homerischen Epen“

Prof. Dr. Niklas Holzberg, München

12.15 Uhr  Mittagspause und Möglichkeit zum Besuch der Verlagsausstellungen
14.00 Uhr Arbeitskreise I
15.00 Uhr  Kaffeepause und Möglichkeit zum Besuch der Verlagsausstellungen
15.30 Uhr Arbeitskreise II
16.30 Uhr  Ende des Landestages

 

Der Besuch des Landestages ist für Mitglieder des NAV kostenfrei. Nichtmitglieder erhalten bei Abschluss einer einjährigen, kostenfreien Probemitgliedschaft Zutritt zu den Veranstaltungen des Landestages.

In der Mittagspause besteht die Möglichkeit zu einer warmen Mahlzeit in der Mensa der Schule (drei Gerichte zur Auswahl, darunter ein vegetarisches).

Adresse: Altes Gymnasium Oldenburg, Theaterwall 11, 26122 Oldenburg

Arbeitskreise:

14:00
AK 1

Prof. Dr. Dennis Pausch, Dresden
nec adfirmare nec refellere: Livius’ distanzierter Umgang mit der römischen Frühgeschichte
Während bei der Beschäftigung mit Livius’ Werk ab urbe condita in der Schule vor allem die affirmative Vermittlung traditioneller Wertvorstellungen anhand exemplarischer Heldentaten im Vordergrund steht, hat die Forschung der letzten Jahrzehnte gerade für die Darstellung der römischen Frühgeschichte die wiederkehrende Distanzierung des Autors von den dort wiedergegebenen Geschichten betont und die auf diese Weise erzeugte Zweifel des Lesers an der vollständigen Rekonstruierbarkeit von Vergangenheit als zentrale Aussage des Textes verstanden. Wie sich solche, oft als postmodern etikettierten Lesarten mit den primären Zielen der Auseinandersetzung mit Livius im Unterricht verbinden lassen, soll im Rahmen des Arbeitskreises diskutiert werden.

14:00
AK 2

Imke Tschöpe, Bremen
Wörterbucharbeit im Altgriechisch-Unterricht
Die Arbeit mit einem Wörterbuch für Altgriechisch stellt Schülerinnen und Schüler vor besondere, zusätzliche Herausforderungen im Vergleich zur Arbeit mit einem Wörterbuch anderer gängiger Fremdsprachen. Diese Herausforderungen sollen thematisiert werden. Es werden Lösungsansätze zur Bewältigung dieser Probleme präsentiert und zur Diskussion gestellt.

14:00
AK 3

Prof. Dr. Kaja Harter-Uibopuu, Hamburg  
Losen für die Demokratie. Der Einsatz des Kleroterions in Athen
Heute gilt die freie Wahl als Kern der Demokratie, die andererseits auf die Verfassung Athens in der klassischen Antike zurückgeführt wird. Darüber wäre jeder Athener erstaunt gewesen, denn noch im 4. Jh. v. Chr. war man der Überzeugung, erst mit dem Einführen des Losverfahrens die Macht der Adelsgruppen und ihrer Seilschaften wirklich gebrochen zu haben. Das Kleroterion, eine einfache Steinkonstruktion, diente dazu, das Erlosen von Amtsträgern und Geschworenen zu vereinfachen und jeglicher Manipulation zu entziehen. An der Universität Hamburg wurde 2016 ein Kleroterion nachgebaut, das hier vorgestellt werden wird.

15:00

Kaffee-Pause

15:30
AK 4

Alexander Beneke, Celle
Die Systemgrammatik als Hilfsmittel im Griechischunterricht
Mit der Einführung der überarbeiteten Kerncurricula ist die Systemgrammatik im Griechischunterricht zu einem zentralen Hilfsmittel geworden, das auch in den Klausuren ab der Jahrgangsstufe 11 zugelassen ist.
Für eine effiziente Nutzung der Systemgrammatik ist es unerlässlich, dass die Schüler in ihre Handhabung eingeführt werden, den Umgang mit ihr regelmäßig textgebunden trainieren und die Möglichkeiten, die sie als Hilfsmittel bietet, in ihrer ganzen Breite kennenlernen.
Im Arbeitskreis werden Wege einer zielgerichteten Einführung mit Anwendungsbeispielen vorgestellt.

15:30
AK 5

Dr. Katja Sommer, Hannover
Krise ohne Alternative? Orientierungsmodelle in den römischen Reformdiskursen des ersten vorchristlichen Jahrhunderts - ein Beitrag zur Einordnung von Ciceros Schrift de re publica
„Wir erklären, dass unser Leben wieder normal geworden sei, aber wir kennen die Norm nicht und glauben auch nicht, dass es eine gibt“, so beschrieb ein Zeitungskommentator unser modernes Lebensgefühl nach Überwindung einer politischen Krise. Das war für einen traditionsbewussten römischen Senator des 1. Jh. v. Chr. wie Cicero natürlich völlig anders: Die Norm war klar, der mos maiorum, und schloss auch das Verfahren zur Meinungsfindung ein, die nur durch den persönlichen gradus dignitatis eingeschränkte freie politische Rede im Senat.
Dass irgendetwas nicht mehr „normal“ war in den Abläufen der römischen Politik des 1. Jh., war den Zeitgenossen dabei durchaus bewusst, aber welche Handlungsorientierungen lieferten die vorhandenen Erklärungsmodelle und inwieweit können diese als zweckmäßig zur Bewältigung der Krise qualifiziert werden? Konnten aufgrund der Rückwärtsgewandtheit des mos-maiorum-Modells die führenden Senatoren die Notwendigkeit von Strukturveränderungen nicht erkennen, wie Christian Meiers These der res publica amissa behauptet? Ist dafür Livius' Geschichtsschreibung symptomatisch, der mit seiner Rede von remedia bereits in der praefatio deutlich macht, dass er mit der Körpermetapher ein im Wesentlichen ahistorisches Erklärungsmodell zugrundelegt? Von welchen Modellvorstellungen geht Sulla aus, indem er mit seinen Reformen ja durchaus die Notwendigkeit von Strukturveränderungen vorauszusetzen scheint? Auf welche Modelle greifen die Reformen Caesars und seines Fortsetzers Augustus zurück? Und ist Ciceros Schrift de re publica schließlich Politik mit anderen Mitteln, also ein Beitrag zu diesem Reformdiskurs, so wie die Schriften Sallusts, oder doch nur eine theoretische Beschäftigung, so lange er aus der aktiven Politik ausgeschlossen war, die einmal mehr zu dem Ergebnis kommt, dass die von den Vorfahren überkommene Ordnung die beste aller denkbaren ist, und so die Notwendigkeit von Strukturveränderungen implizit negiert?

15:30
AK 6

Dr. Jan Bernhardt, Berlin  
Drinnen und draußen. Geschlechterbilder im Griechischunterricht der Lehrbuchphase (Mythologia 13–16).
Geschlechterrollen prägen antike wie moderne Gesellschaften und sind für Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer eigenen Lebenswelt relevant. Im Vortrag soll daher das Potential einer ausführlicheren Thematisierung von Geschlechterfragen dargestellt werden, und zwar anhand des Lehrbuchs Mythologia. Die Ansätze und Materialien sollen zeigen, wie man ausgehend von einer Lehrbuchlektion und durch die Einbindung von Originaltexten und komplexen Fragestellungen den Bereich der Realienarbeit stärken und dabei auch Möglichkeiten für einen existentiellen Transfer in der Lehrbuchphase schaffen kann. Die Ausführungen des Vortrags lassen sich inhaltlich dabei auch auf das Fach Latein übertragen.

 

Der Niedersächsische Altphilologenverband möchte Sie herzlich zu dem am 14. September 2018 am Alten Gymnasium in Oldenburg stattfindenden Landestag einladen.  

Wir freuen uns, dass wir Herrn Prof. Dr. Niklas Holzberg als Referenten des Vormittags begrüßen dürfen. Das Thema seines Vortrages lautet:

"Zurück zu Voß? – Möglichkeiten und Grenzen der Versübersetzung am Beispiel der homerischen Epen"

Für das Alten Gymnasium in Oldenburg als Tagungsort haben wir uns entschieden, um das dortige Fachkollegium für seine engagierten Leistungen im Bereich des altsprachlichen Unterrichts zu ehren. 

Der Landestag beginnt um 10:15 Uhr. Am Nachmittag finden von 14:00 bis 15:00 Uhr und von 15:30 bis 16:30 Uhr jeweils drei Fortbildungsangebote statt:

  • Livius’ distanzierter Umgang mit der römischen Frühgeschichte
  • Wörterbucharbeit im Griechischunterricht
  • Losen für die Demokratie. Der Einsatz des Kleroterions in Athen
  • Die Systemgrammatik als Hilfsmittel im Griechisch-Unterricht
  • "Geschlechterfragen" - Mythologia-Lektionen 13-15
  • De re publica                                                                                    

(Stand: 1.8.2018)

Der Besuch des Landestages ist für Mitglieder des NAV kostenfrei.

Nicht-Mitglieder erhalten bei Abschluss einer einjährigen, kostenfreien Probemitgliedschaft Zutritt zu den Veranstaltungen des Landestages.

In der Mittagspause besteht die Möglichkeit zu einer warmen Mahlzeit in der Kantine der Schule.

Adresse: Altes Gymnasium Oldenburg, Theaterwall 11, 26122 Oldenburg     

Das Programm unseres Landestages, und die vollständige Übersicht über die Arbeitskreise finden Sie in Kürze hier!