kopfbild mythologia hp

Das Lehrwerk MΥΘΟΛΟΓΙΑ ist hervorgegangen aus einer Initiative des Niedersächsischen Altphilologenverbandes (NAV) und wurde von einer Arbeitsgruppe aus Griechischlehrern erstellt, um für den im Jahr 2006 im Rahmen von G8 in Niedersachsen vorgezogenen Beginn des Griechischunterrichts in Klasse 7 geeignetes Unterrichtsmaterial zur Hand zu haben. MΥΘΟΛΟΓΙΑ versteht sich somit als Werk von Kollegen für Kollegen.
Seit Sommer 2012 erscheint MΥΘΟΛΟΓΙΑ in einem neuen Layout, das auf Initiative der KWR-Stiftung von frosh-mediendesign gestaltet wurde.

Hinweise zum Konzept der MΥΘΟΛΟΓΙΑ

Inhalte und Progression des Unterrichtsmaterials sind weitestgehend geeignet zur Umsetzung der neuen Kerncurricula Niedersachsens - oft auch der Vorgaben anderer Bundesländer.

Die Einführung in die griechische Schrift vor der ersten Lektion ist als Anregung zu verstehen und muss durch eigenes Material ergänzt werden.

Für das erste Lehrjahr, in dem Griechisch (in Niedersachsen) dreistündig unterrichtet wird, sind 12 Lektionen vorgesehen; 340 Vokabeln (inkl. Formen des starken Aorists) sind in diesen Lektionen zu lernen. Die deutschen Vokabelbedeutungen sind fast ausnahmslos aus dem Grundwortschatz von Klett übernommen, so dass eine anschließende Verwendung dieses Lernwortschatzes kein Umlernen nötig macht.

Jede Lektion enthält einen Text, unter dem sich - mit Zeilenverweisen - die neuen Lernvokabeln des Textes befinden. So soll den Schülern die Übersetzungsarbeit erleichtert werden. Ein separates Vokabelheft mit Gesamtverzeichnis dient zum Nachschlagen bzw. Lernen. Zusätzliche Vokabelhilfen sind am rechten Textrand notiert.

Eine Übersicht über die thematischen und grammatischen Inhalte und ein kurzes Eigennamen-verzeichnis finden sich am Ende jeden Bandes.

Die Texte enthalten keine Interpretationsaufgaben, sie sind aber meist so angelegt, dass komparativ-kontrastive Arbeit mit ihnen möglich ist. Die Kompetenzen in den Bereichen Sprache und Text lassen sich sukzessive bei den Schülern anlegen und ausbauen.

Zur Sicherung der neu eingeführten Deklinations- und Konjugationsparadigmen finden sich in jeder Lektion tabellarischen Übersichten im Lehrbuch. Regeln zur Grammatik müssen ggf. in einem Regelheft von den Schülern selbst aufgeschrieben werden, denn es sind nur aus-gewählte Themen erklärt (z.B. die Übersetzung des Aorists (L. 9)). Ab Sommer/Herbst 2015 ist eine Grammatik zur Mythologia erhältlich.

Viele Formen der neu eingeführten Paradigmen sind im Lektionstext enthalten, jedoch muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass mit Blick auf die Qualität der Texte nicht immer alle Formen jeweils im Text vorkommen können. Hier muss die Lehrkraft ggf. ergänzen oder die Schüler zur Analogiebildung anleiten.

Jede Lektion enthält Übungsmaterial, wobei die Lehrkraft entscheiden muss, welche Übungen evtl. ausgelassen werden sollen oder an welchen Stellen weitere Übungen zu ergänzen sind; wahrscheinlich müssen insbesondere Übungen zum Vokabeltraining und Wortschatzübungen noch ergänzt werden.

In fast allen Lektionen findet sich begleitendes Bildmaterial, einige Lektionen sind um Sachtexte erweitert.

In den Texten des ersten Bandes werden zunächst die Personalendungen durch Hochpunkt vom Stamm getrennt. Ab Lektion 5 wird dies nur noch bei den ε- und α-Kontrakta beibehalten. Mit der Einführung der Kontraktion der ε-Kontrakta in Lektion 8 werden die Formen nur noch kontrahiert verwendet, eine Ausnahme stellt Lektion 10 dar (Einführung der Personalendungen des Imperfekts).

Mit der Einführung der 1. Pers. Sg. in Lektion 4 wird im Vokabelverzeichnis immer im Griechischen die 1. Sg. angegeben, die deutsche Bedeutung aber steht im Infinitiv, so wie es auch im Grundwortschatz von Klett und im Wörterbuch von Gemoll gehandhabt wird.

An einigen Stellen wird auffallen, dass um des Textes willen leicht erschließbare Formen, deren Grammatik (noch) nicht thematisiert werden soll, bereits vorab in Texten verwendet werden. Dies ist der Fall in Lektion 6; dort taucht vorab der Akk. Pl. der kons. Dekl. des ντ-Stamms (δράκοντας) auf. Ferner wird von den wenigen α-Kontrakta, ohne dass die Kontraktion im Präsens thematisiert wird, das Futur und der Aorist analog zu den ε-Kontrakta verwendet.
Grammatische Neuheiten werden in einem kleinen Übersichtskasten (νέα) zu Beginn jeder Lektion angekündigt. Eine Eule weist darauf hin, dass es Ausnahmen von gelernten Regelmäßigkeiten zu entdecken gibt. Sie ist z.B. gesetzt in

  • L 4, Z. 13: beim Subjekt im Ntr. Pl. steht das Prädikat im Sg.
  • L 7, Z. 7: ἡ ὁδός
  • L. 8, Z. 16: Futurbildung bei τελέω

Die Texte des ersten Bandes gehören zu den Themenbereichen „Trojanischer Krieg“, „Herakles“ und „Göttermythen“. In den folgenden Bänden II und III werden die mytho-logischen Themen verlassen; zunehmend finden sich auch Texte, die historische und philosophische Inhalte haben. Originalnähe wird ab L 23 immer wieder angestrebt.

**-Passagen in Lektionstexten bieten zusätzliches Material, das bei guten Unterrichts-bedingungen hinzugezogen werden kann. Alle drei Bände können bei Regelstundenzahl (11 Stunden in den drei Jahren von Klasse 7-9 / alternativ auch ab Klasse 8) zu Ende gebracht werden. Für die Lektion 35 ist eine Gerichtsrede Antiphons ausgewählt, die eine Alternative darstellt zum Klassiker Lysias. Diese Lektion ließe sich auch noch gut zu Beginn von Klasse 10 lesen, da hier das Mythologia-Vokabular verwendet wurde. Die Texte des Bandes III sind absichtlich anspruchsvoll und wollen die Schüler mit den Themen der griechischen Literatur vertraut und so gespannt machen auf die Lektüre der Jahrgangsstufen 10 bis 12 bzw. 13.

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