Da die Überarbeitung der Kerncurricula in Latein und Griechisch erst in diesem Schuljahr geschehen wird, müssen wir derzeit mit Übergangsregelungen auf der Basis der alten KC arbeiten.

Für den Griechisch-Mittelstufenunterricht ist das KC für die Jahrgänge 7-9 nun für die Jahrgänge 8-10 anzuwenden. Der Profilunterricht im ersten Lernjahr (Klasse 8) ist nun 4-stündig (vormals 3-stündig in Klasse 7).

Für den Profil- und Wahlunterricht in Latein (3. Fremdsprache) hat das Kultusministerium am 21.04.2016 folgende Übergangsregelung festgelegt:

„Da das Kerncurriculum für das Fach Latein derzeit noch nicht in aktualisierter Form vorliegt, wird der Latein-Profilunterricht bzw. -Wahlunterricht ab Schuljahrgang 8 folgendermaßen geregelt:
Die Jahrgänge 8 bis 10 dienen dem Spracherwerb, der anhand von Kunsttexten und adaptierten Originaltexten eines Lehrbuchs erfolgt (Kerncurriculum Latein Sek I – KC I –, S. 23). Für den Spracherwerb stehen im Profilunterricht der Jahrgänge 8 bis 10 insgesamt 12 Stunden zur Verfügung, in denen die im Kerncurriculum beschriebenen Kompetenzen der linken und mittleren Spalte in den Kompetenzbereichen Sprache, Text und Kultur zu erwerben sind.
Für den Unterricht von Latein als Wahlsprache gilt entsprechend, dass nur ein vierstündiger Unterricht in den Jahrgängen 8 bis 10 zu den verschiedenen Latina führt.
In der Einführungsphase kann im ersten Halbjahr eine Übergangslektüre mit adaptierten Texten der für das Kleine Latinum vorgesehenen Originallektüre vorgeschaltet werden (vgl. KC I, S. 23, Anm. 9). Mit der Lektürephase beginnt die Einführung in die sachgerechte Nutzung des Wörterbuches (vgl. KC I, S. 14, Anm. 3).
Zur Übersicht über die Progression der Textkompetenz gilt die Tabelle auf S. 23 des KC I entsprechend mit der Änderung: statt „Latein ab Schuljahrgang 7“ ist zu lesen „Latein ab Schuljahrgang 8“; ebenso ist in den einzelnen Spalten „Schuljahrgang 9“ durch „Schuljahrgang 10“, „Schuljahrgang 10“ durch „Schuljahrgang 11“ und „Schuljahrgang 11“ durch „Schuljahrgang 12“ zu ersetzen.“

Für den Lateinunterricht von Jahrgang 6 (5) bis 10 gibt es keine Übergangsregelungen des Kultusministeriums. Daraus folgt, dass der im gültigen KC für die Jahrgänge 6 (5) bis 9 festgelegte Kompetenzerwerb sinnvoll auf die Jahrgänge 6 (5) bis 10 ausgeweitet werden muss, wobei Sie bitte berücksichtigen, dass im 2. Halbjahr von Klasse 9 mit der Übergangslektüre (adaptierte Texte) und in Klasse 10 mit der Anfangslektüre begonnen werden soll. Dabei können in im 2. Halbjahr von Klasse 9 noch sprachliche Phänomene zur Ergänzung des Spracherwerbs im Rahmen der ersten Lektürearbeit eingeübt werden.
Zu erwarten ist, dass für die zweite Fremdsprache das Kleine Latinum in G9 am Ende von Klasse 10 erworben werden kann.

Bitte beachten Sie außerdem, dass sich je nach gewählter Stundentafel die zur Verfügung stehenden Stunden bis zum Jahrgang 10 unterscheiden (19 (23*) in Stundentafel 1 und 17 (21*) in Stundentafel 2) ‼! (* bei Beginn der 2. FS in Klasse 5)

Nicolas Poussin La Continence de ScipionNoch bis zum 24.7.2016 gibt es im Museum August-Kestner in Hannover die Sonderausstellung "Macht und Ohnmacht", in der man von der Komödie als Form der Kritik an Machtausübung anhand der Tonfigur eines Schauspielers aus Aristophanes' "Vögeln" bis hin zur Propagierung der Werte augusteischer Herrschaft auf Tonlampen und Münzen viele Beispiele aus der Antike mit Schülern behandeln kann.

Auf dieser Seite finden Sie Material zur Interpretation des in der Ausstellung gezeigten Bildes "Die Großmut des Scipio", das eine Einführung zur historischen Situation der Episode sowie die Darstellungen derselben bei Livius, Polybios und Silius Italicus mit entsprechenden Arbeitsaufträgen enthält:

 

Nachruf Tiecke

Am 6. Februar 2016 ist nach kurzer schwerer Krankheit Gerhard Tiecke verstorben. Er hinterlässt seine Frau Eva und seine drei Kinder Paul, Johanna und Nike.

In den neunziger Jahren war Gerhard Tiecke im Vorstand des NAV zunächst stellv. Vorsitzender mit der Zuständigkeit für Griechisch und anschließend Schriftführer. Gleichzeitig war er Vorsitzender des Bezirkes Hildesheim - ein Amt, das er (mit einer längeren Unterbrechung) bis zuletzt innehatte.

Gerhard Tiecke wuchs in Bad Kreuznach auf. Von hier aus ging er zum Studium der Alten Sprachen nach Mainz. Seine erste feste Anstellung erhielt der Verstorbene dann aber im hohen Norden Deutschlands: am Gymnasium in Bremervörde. 1990 wechselte er an das Gymnasium Andreanum in Hildesheim. Hier erwarb er sich durch hohe fachliche Kompetenz, sein vielseitiges Engagement, aber vor allem durch seine Gabe, junge Menschen für die Fächer Latein und Griechisch begeistern zu können, hohes Ansehen. Insofern war es folgerichtig, dass ihm die Fachleitung der Alten Sprachen am Studienseminar Hildesheim übertragen wurde. Zeitweise nahm er auch die Ausbildung am Studienseminar in Hannover wahr. Im Jahr 2003 übernahm Gerhard Tiecke die Leitung des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums ebenfalls in Hannover. Dieses Amt musste er 2007 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Er ließ sich an das Gymnasium Alfeld versetzen, wo er die Aufgabe eines Koordinators übernahm.

Gerhard Tiecke war ein leidenschaftlicher Musiker, Altphilologe und Pädagoge. In all den langen Jahren haben wir ihn, - haben wir seine unerschütterliche Freundlichkeit, seine Lebensfreude, seinen verschmitzten Humor, seine Uneitelkeit, seine menschliche Wärme kennen- und schätzen gelernt. Wir werden Gerhard Tiecke sehr vermissen.

Für den NAV

Burghard Gieseler, Stefan Gieseke, Dr. Kurt Gieseking

Foto: Margot Lindenberg

Auf dem großen Landestag des NAV am 13. November 2015 in Braunschweig halten wir für Sie ein reichhaltiges Angebot an Arbeitskreisen zu den verschiedensten Themen bereit: